Fahrradsattel Beinschmerzen beim Radeln?
14.08.2010
© Men's Health
F: Ich habe nach dem Radfahren immer Schmerzen an den Innenseiten meiner Beine. Vermutlich liegt’s an meinem Sattel. Worauf sollte ich achten, wenn ich mir einen neuen kaufe?
gestellt von Carsten Greiner, per E-Mail
Allgemein gilt: Trekking-Radler brauchen Sättel, die eher in der Mitte abgepolstert sind. Bei Mountainbike und Rennrad muss der Sattel schmal und nur geringfügig gepolstert sein, damit die Muskulatur ungehindert arbeiten kann. Besonders gut sind die zweigeteilten Sättel, die Druck auf Nerven und Gefäße verhindern. Norbert Sanden vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) in Frankfurt rät: "Mit einem Fahrrad verhält es sich ähnlich wie mit Schuhen: Anprobieren gehört zum Kauf. Geben Sie sich nicht automatisch mit dem Sattel zufrieden, der serienmäßig montiert ist."
Verlangen Sie auf jeden Fall eine Probefahrt. "Weil sich gravierende Beschwerden in vielen Fällen erst nach langen Fahrten einstellen, sollten Sie beim Kauf am besten ein befristetes Umtauschrecht aushandeln." Auch das Material und die Oberfläche des Sattels beeinflussen den Sitzkomfort ganz erheblich. Um die auf einen Sattel einwirkende Gewichtskraft an den am stärksten belasteten Punkten auf eine größere Fläche zu verteilen, wird inzwischen häufig Gel unter der Satteldecke eingelagert. Eine nicht ganz so gute Polsterung bietet Schaumstoff mit hoher Dichte, eine deutlich miesere Low-Density-Schaum. Übrigens: Auch wenn Ihnen Ledersättel hart erscheinen – sind sie erst mal "eingeritte"“, bieten sie einen hohen Komfort.
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